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foto interview nina oelerich sauer compressors

Nina O. hat an der Wirtschaftsakademie in Kiel studiert und ihren Bachelor of Arts (BA) im dualen Studiengang Betriebswirtschaft bei Sauer & Sohn erworben.

 

Warum haben Sie sich für ein Duales Studium bei Sauer & Sohn entschieden?

Als ich die Hälfte meiner Oberstufenzeit am Gymnasium hinter mir hatte, musste ich mir Gedanken um meinen weiteren Weg bzw. meine ersten Schritte ins Berufsleben machen. Die Frage, ob ich ein Vollstudium angehen würde, stellte sich gar nicht, da ich der Meinung war, 13 Jahre Schulbankdrücken seien genug. Somit kamen nur eine Ausbildung oder ein Duales Studium in Frage. Nachdem ich mich ausführlich über das duale System informiert hatte, fiel meine Wahl auf dieses. Es entsprach genau dem, was ich suchte: praxisnahe Theorie. Nach dem Vorstellungsgespräch bei Sauer & Sohn hatte ich das Gefühl, dass es sich um einen sehr familiären Betrieb handelt, der sich sehr für zukünftige Mitarbeiter einsetzt und hinter diesen steht. Aus diesem Grund wollte ich bei Sauer & Sohn gerne als duale Studentin anfangen, falls ich eine Zusage bekommen würde, was glücklicherweise auch passiert ist.

Was sind Ihre Aufgaben?

Da ich BWL dual studiere, durchlaufe ich alle Abteilungen, die zur Ausbildung eines kaufmännischen Ausbildungsberufes gehören und erledige auch dieselben Aufgaben. Dies dient auch als Grundlage für meinen IHK-Abschluss zur Industriekauffrau, den ich neben dem dualen Studium absolvieren werde. Dabei kann die Planung der einzelnen Abteilungen etwas nach eigenen Interessen und Wünschen variiert werden, sodass es keinen fixen Ablauf gibt, der eingehalten werden muss.

Welche Erwartungen hatten Sie an das Studium und wurden diese erfüllt?

Ich habe vom Dualen Studium erwartet, dass es sehr anstrengend, anspruchsvoll und gleichzeitig spannend, also eine große Herausforderung sein würde. Genau das trifft auch zu!

Mir war durch Recherche bewusst, dass man für das Duale Studium sehr fleißig, gut organisiert und zielstrebig sein muss, um ein Kompaktstudium und die praktische Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. Jedoch kann ich sagen: Nicht nur Ehrgeiz und Neugier helfen mir dabei, sondern auch die Unterstützung von Sauer & Sohn, den Kommilitonen und den Dozenten. Das Kompaktstudium baut auf dem Motto „Fordern durch Fördern“ auf; neun Wochen strammes Vorlesungsprogramm mit einer abschließenden Prüfungswoche in Form von Klausuren und der Abgabe von Semesterarbeiten bilden ein Semester. Die Vorlesungen finden klassenweise statt, d.h. in Gruppen mit ca. 25 dualen Studenten. Somit wächst das Gruppenbewusstsein ungemein und man kann bei Schwächen und Unklarheiten auf die Hilfe von Kommilitonen zählen. Die Dozenten sind sehr engagiert und stets offen für Fragen und Anregungen. In den Vorlesungen werden Beziehungen zur Praxis hergestellt, so kann ich, wie erhofft, die erlernte Theorie auch in den praktischen Phasen anwenden.

Den Druck, der durch die kurze Semesterzeit, die große Menge des zu erlernenden Stoffes und die eigenen Erwartungen entsteht, empfinde ich als positiv. Ich fühle mich immer wieder angespornt, gute Leistungen zu erbringen und die Vorlesungen zu verinnerlichen, was mich auch in der Praxis weiterbringt.

Außerdem muss ich betonen, dass das duale BWL-Studium inhaltlich keineswegs meinen anfänglichen Erwartungen entspricht. Anstatt BWL und VWL, bildeten Industriemanagement, Mathe und Rechnungswesen meinen Studien-Alltag in den ersten beiden Semestern. Besonders Industriemanagement, das ich vier Semester lang habe, ist sehr anspruchsvoll und praxisorientiert, wodurch es großes Lernpotential bietet. Außerdem fordert es mich dazu heraus, all das, was ich bereits im Unternehmen erlebt habe, sinnvoll zu interpretieren und später wieder bei Problemlösungen einzusetzen.

Was gefällt Ihnen besonders am Dualen Studium?

Es gefällt mir besonders gut, dass eine ständige Verknüpfung von Theorie und Praxis möglich ist. Das eine ist das, was man gelernt hat und das andere das, was man selber erlebt hat. Durch diese Kombination wird es einem erleichtert, Zusammenhänge zu begreifen, Gegebenheiten zu verstehen und diese auch ohne stumpfes Auswendiglernen zu kennen. In späteren Semestern werden auch Projekte in Angriff genommen, die die Brücke zwischen Theorie und Praxis durch intensives (und manchmal auch nervenraubendes) Auseinandersetzen festigen sollen.

Ein weiterer großer Vorteil gegenüber dem Vollstudium ist der enge Kontakt innerhalb der „Klasse“ und zu den Dozenten. Kommilitonen helfen sich gegenseitig und auch die Dozenten suchen den direkten Kontakt, falls sie das Gefühl haben, dass es Unklarheiten gibt. Besonders die Konfrontationen intensivieren das praxisnahe Denken und eventuelle Handeln, beispielsweise beim Durchspielen möglicher Szenarien.

Des Weiteren werden während des Semesters nicht nur sachliche Inhalte vermittelt, die zum Studiengang gehören, sondern auch Fächer aus dem Modul Schlüsselkompetenzen wie z. B. „Projektmanagement“ und „Kommunikation“, die eigene Fähigkeiten verbessern.

Dazu können noch Wahlkurse belegt werden, die zwar keine Credits bringen, dafür aber weitere Qualifikationen, die in der Praxis ebenfalls unterstützend wirken. Außerdem sind anschließend an das Semester Auslandsaufenthalte möglich, die regelmäßig angeboten werden. So kann man beispielsweise nach dem zweiten Semester für drei Wochen nach Irland fliegen und dort eine Universität besuchen.

Welche Fähigkeiten sollte die Person Ihrer Meinung nach mitbringen, die dieses Studium machen möchte?

Da das Duale Studium sehr kompakt aufgebaut ist, sollte die Person sehr zielstrebig und fleißig sein, um das Ziel nicht während des Semesters aus den Augen zu verlieren. Vorteilhaft ist es auch, wenn diese belastbar ist und mit Stress umgehen kann. Außerdem sollte wirkliches Interesse an dem Studiengang bestehen, damit das Lernen an der Materie auch Spaß macht. Dies ist besonders wichtig, weil alle Module aufeinander aufbauen, sich also auch auf den Stoff voriger Module beziehen. Sehr wichtig finde ich auch, verinnerlichen und vernetzen zu können, damit man später in der Praxis auf das erworbene Wissen zurückgreifen und darauf aufbauend die richtigen Entscheidungen treffen kann.

Ordentliches, organisiertes und strukturiertes Vorgehen ist von Vorteil, weil es hilft, die knapp bemessende Zeit möglichst effektiv zu nutzen.

Und Grundkenntnisse in Mathe und Rechnungswesen erleichtern die ersten Semester ungemein. Aber obwohl ich selbst zu den „Rechnungswesen-Neulingen“ gehörte, bin ich gut mitgekommen.


Interview with a Paris Student